Im April startete meine Lernreise auf dem Weg zur zertifizierten Mediatorin Corona-bedingt im virtuellen Raum. Die Tatsache, dass man allein vor dem Computer saß, vergaß man jedoch schnell, dank der abwechslungsreichen, interaktiven Gestaltung des Kursauftakts.

Statt einer klassischen Kennenlernrunde, sollten sich die Teilnehmer_innen auf der digitalen Landkarte zunächst im Hinblick auf die Frage: „Woher kommt ihr?“ verorten. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um ein sehr vielfältiges Teilnehmer_innenfeld handelt – sowohl was geographische als auch berufliche Hintergründe betrifft. Auf die darauffolgende Frage „Wohin wollt ihr?“ gab es wiederum sehr individuelle Antworten, die allerdings die Gemeinsamkeit hatten, dass alle die Motivation teilten, mehr über Mediation und Konfliktmanagement lernen zu wollen.

Genau dazu hatte unsere bunt gemischte, herzliche Gruppe in den nächsten Tagen unter der freundlichen, kompetenten Anleitung von Frau Dr. Wulfmeyer ausgiebig Gelegenheit. Nachdem eine konflikttheoretische Basis gelegt war (Welche unterschiedlichen Konfliktarten gibt es? Welche Eskalationsstufen hat eine Konflikt? u.v.m.), wurden neben den Grundprinzipien und fünf Phasen der Mediation auch viele Kommunikationstechniken, wie etwa das „Aktive Zuhören“ und das Reframing, vermittelt. Letztlich vergingen die drei Tage wie im Flug, da es neben den theoretischen Erläuterungen immer auch zahlreiche praktische Übungsmöglichkeiten gab, in deren Kontext man sein neu dazugewonnenes Wissen erproben konnte.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Lernreise in Modul 2 und darauf meine Mitstreiter_innen persönlich und „live“ vor Ort in Hamburg kennenlernen zu dürfen.

Claudia Kück, Mediationsausbildung, Frühjahr 2021