von Dr. Imke Wulfmeyer, Ausbildungsleiterin CONSENSUS Campus, Mediatorin (BAFM/BM), stellvertretende Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation, Rechtsanwältin und systemische Paartherapeutin

„Wie sind Sie eigentlich auf mich als Mediatorin gekommen?“ fragte ich das Ehepaar Mitte Fünfzig, das zur ersten Mediationssitzung zu mir kam. „Die Julia S. ist die Verlobte unseres Sohnes. Wir sollen Ihnen unbekannter Weise schöne Grüße ausrichten! Sie meint, ihre Eltern hätten sich ohne Ihre Hilfe zerfleischt und nun sind sie nach der Scheidung Freunde geworden.“ Ich werde nie vergessen, wie berührt ich war. Ich wusste sofort, wer diese Julia war, um die wir uns vor 15 Jahren ziemliche Sorgen gemacht hatten – nicht nur ihre Eltern, sondern auch ich als deren Mediatorin, denn Julia hatte als Dreizehnjährige deutlich zum Ausdruck gebracht, wie sehr die hochstrittige Trennung ihrer Eltern sie aus der Bahn warf. Diese Empfehlung eines inzwischen erwachsen gewordenen Scheidungskindes hat mir wieder einmal vor Augen geführt, was Familienmediation bewirken kann. Das Honorar mag niedriger sein als bei einer Wirtschaftsmediation, aber der Lohn ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Die magischen Mediationsmomente, wenn der Knoten platzt! Wenn ein Scheidungspaar zum ersten Mal wieder zusammen lachen kann. Wenn man den Stein, der ihnen vom Herzen fällt, regelrecht zu hören glaubt, nachdem die Finanzthemen geregelt sind. Wenn wir nach dem Notartermin, bei dem die Abschlussvereinbarung beurkundet wird, entspannt zu dritt essen gehen, um die erfolgreiche Mediation zu feiern und ich mir beim Abschied denke: Wenn jetzt irgendetwas mit den Kindern sein sollte, können die Eltern Seite an Seite für sie da sein. Darum bin ich Familienmediatorin geworden!

Neu: CONSENSUS Campus bietet jetzt für zertifizierten Mediator*innen einen Vertiefungskurs Familienmediation nach dem Standard des Qualitätsverbundes Mediation an! Hier finden Sie weitere Informationen: Vertiefungskurs Familienmediation – Stuttgart Frühjahr 2021 | CONSENSUS CAMPUS (consensus-campus.de)


Mediationsausbildung bei CONSENSUS Campus

Gibt es etwas Schöneres, als wenn zwei Streithähne sich nach erbitterten Auseinandersetzungen die Hand reichen? Fragt man die Absolventen der Mediationsausbildung von CONSENSUS Campus, so fallen ihnen nur wenige Dinge ein. Sie kennen die typischen Strukturen, die hinter Konflikten liegen und die Fragetechniken, um die wahren Streitursachen herauszufinden. Daher sind sie in jedem Unternehmen gefragte Mitarbeiter und werden auch gerne mal von der Chefin ins Vertrauen genommen, um schwelende Konflikte zwischen Kolleg*innen von vorneherein zu schlichten. 

Die Befähigung dazu erlangen sie nach einer professionellen Ausbildung von erfahrenen Mediatoren. Nach 120 intensiven Stunden mit Simulationen aus der Praxis und Case Studies aus dem Management der deutschen und internationalen Wirtschaft erhalten die Teilnehmer ein international anerkanntes Zertifikat, das sie zur Ausübung als Mediator befähigt. Sie gelten nun als zertifizierte Mediator*in gem.  § 5 Abs. 2 des Mediationsgesetzes  

Die Mediation gehört zu den anspruchsvollsten und interessantesten Herausforderungen einer Karriere, da sie eine gehörige Portion von Soft Skills verlangt, um einen Konflikt zu einem Mehrwert umzuwandeln. Consensus Campus vermittelt weltweit anerkannte Methoden zur Strukturierung von Konflikten und deren Beilegung durch systematische Herausarbeitung von Interessenlagen. 

CONSENSUS Campus bietet Präsenzkurse als auch Live Online-Kurse an.

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