Ausbildung zum Mediator, was können Sie erwarten?

Eine Ausbildung zum zertifizierten Mediator kann der entscheidende Faktor für den Erfolg Ihrer zukünftigen Konfliktlösungen, Gesprächsführungen oder Projektplanungen sein. Ob beim professionellen Auftreten im Berufsalltag oder beim vertraulichen Gespräch unter Freunden, der Methodenkoffer eines Mediators findet immer einen Einsatz. Darüber hinaus ist Mediation viel mehr als nur eine Anwendung verschiedenster Methoden zur Konfliktlösung. Ein authentisches Auftreten, eine konstruktive Haltung zur Situation sowie ein empathischer Zugang zu den Mitmenschen gehen Hand in Hand mit den Methoden selbst und werden im Zuge der Mediationsausbildung geschult.

Was genau können Sie also von einer Mediationsausbildung bei CONSENSUS erwarten und ist es der richtige Schritt für Sie? Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen! 

Wo werden Mediatoren eingesetzt?

Die Nachfrage für Mediatoren erstreckt sich von Familienkonflikten oder Nachbarschaftskonflikten über Streitschlichtungen an Schulen oder in Gewerkschaften hin zu Optimierungen in der Unternehmenskultur sowie als außergerichtliche Streitbeilegung in Gerichtsprozessen. Vor allem in der modernen Wirtschaft, in welcher der Trend in Richtung flachen Hierarchien und Benefits für Mitarbeiter geht, hat die Wirtschaftsmediation eine wachsende Bedeutung für erfolgreiche Veränderungen im Teambuilding oder der Führungskultur erlangt. Auch mit Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der Digitalisierung von Unternehmen und dem vermehrten Arbeiten aus dem Home-Office kann der Einsatz eines Mediators der entscheidende Faktor für einen erfolgreichen Veränderungsprozess sein. 

Wie werde ich Mediator ?

Der Weg zum Mediator fängt bei der Wahl der Mediatorenausbildung an, welche am besten zu Ihnen passt. Derzeit bietet CONSENSUS Campus Mediationsausbildungen in Hamburg, Stuttgart, München, Frankfurt und Online an. Diese Ausbildungskurse finden auf deutsch statt und erfüllen die Bedingung zur Zertifizierung nach deutschem Recht, mehr dazu weiter unten. Darüber hinaus bietet IM-Campus verschiedene internationale Mediationsausbildungen auf englisch an, welche Sie sich hier genauer anschauen können.

Die Mediationsausbildung findet sowohl in kurzen Einheiten online unter der Woche als auch an Wochenenden statt. Hierbei sammeln Sie sowohl theoretische Erfahrungen von verschiedenen Dozenten als auch praktische Erfahrungen bei simulierten Mediationen zusammen mit den anderen Teilnehmenden.

Jedes Modul beleuchtet einen anderen thematischen Schwerpunkt in der Mediation. Ob psychologische Betrachtungen von Beziehungsdynamiken, juristische Stolpersteine, oder praktische Tipps zur Visualisierung am Flip-Chart, die Module sind so divers aufgebaut wie die Hintergründe der Dozenten. Unsere Vielfalt an Dozenten und deren persönliche Herangehensweisen als Mediatoren verleiht den Ausbildungslehrgängen eine gewisse Dynamik, welche Sie ermutigen kann, Ihren ganz persönlichen Mediationsstil zu finden und zu entwickeln.

Nach erfolgreichem Abschluss der fünf Module sind Sie noch besser vorbereitet für Ihre erste offizielle Mediation. Hierbei unterstützt CONSENSUS Sie auch gerne bei der Findung eines geeigneten Falles. Im Anschluss bedarf es noch einer Dokumentation des Mediationsprozesses sowie einer Supervision, bevor Sie Ihr Zertifikat erhalten und sich zertifizierter Mediator nennen dürfen.

Von besonderer Bedeutung in einer globalisierten Welt ist die interkulturelle Mediation mit spezifischen Ausgangspositionen. Unterschiedliche Umgangsformen und Moralvorstellungen stellen besondere Herausforderungen an Mediator*innen und verlangen neben theoretischen Kenntnissen auch viel Fingerspitzengefühl, um eine Kulturalisierung der Konflikte zu  erkennen und aufzulösen .

Die 5 Phasen der Mediation

Soweit so gut? Schauen wir einmal genauer auf den Mediationsprozess und die dazugehörigen 5 Phasen der Mediation.

Phase 1: Nachdem Sie eine Anfrage für eine Mediation erhalten haben, vielleicht auch schon in einem kurzen Vorgespräch einige Informationen erhalten haben, legen Sie in der ersten Phase der Mediation die Bausteine auf der Metaebene. Hierzu gehören eine Erklärung des Ablaufs, Gesprächsregeln, sowie eine gemeinsame Zielformulierung der Medianden für die Mediation.

Phase 2: Sie haben nun ein ungefähres Verständnis für den Konflikt, wissen, worauf Sie mit den Medianden zusteuern möchten und können nun die verschiedenen Perspektiven genauer anhören. Daraus erarbeiten Sie eine Liste an Themen, welche im Laufe der Mediation besprochen werden sollten.

Phase 3: Das Herz der Mediation liegt in der dritten Phase. Hierbei kommen Ihre trainierten Fähigkeiten des aktiven Zuhörens, der Fragestellungen und des Paraphrasierens zum Einsatz, während Sie die Interessen und Bedürfnisse der Medianden herausarbeiten.

Phase 4: Der große Knall im Konflikt ist vielleicht schon passiert und es kann nun darum gehen, dass die Medianden einen Schritt aufeinander zu machen und gemeinsame Lösungsideen sammeln.

Phase 5: Der Abschluss der Mediation hält die erarbeiteten Lösungsideen fest, dreht eventuell nochmals eine Schleife zu einer vorigen Phase und verschriftlicht abschließend eine Lösungsvereinbarung. Hierbei schließen Sie den Kreis zu der anfänglichen Zielformulierung, mit der die Medianden in Phase 1 ihre Reise begannen.

Mediator Ausbildung

Bedeutender Bestandteil der Ausbildung zum Mediator: Grafische Darstellung der fünf Phasen einer Mediation

Konflikttheorie und Konfliktkompetenz

Nun sagen Sie vielleicht: Das klingt alles ganz interessant, aber in der Hitze des Gefechts kann ich doch keine Theorie anwenden. Oder vielleicht sagen Sie, dass Sie bisher ganz gute praktische Erfahrungen im Umgang mit Konfliktsituationen, mit Freunden, Mitarbeitern oder Familienmitgliedern hatten, aber in solch einer Situation die Theorie vergessen und intuitiv handeln würden.

Genau dafür bietet die Ausbildung zum Mediator genügend Raum, Zeit und Input, damit jeder seinen persönlichen Mediationsstil finden und entwickeln kann, auf bereits vorhandene Stärken aufbauen und Unsicherheiten angehen kann.

Dabei bietet das 5-Phasen Modell der Mediation eine Grundlage, mit welcher gearbeitet werden kann, jedoch nicht muss. Letzten Endes haben Sie das Zepter für den Prozess in der Hand und entscheiden, welche Methode situativ am besten passt. Ob dies eine Einheit des Storytellings ist, eine kreative Übung die Sie aus dem Theater kennen, oder eine reflektive Schreibübung in Einzelarbeit, Theorie und Praxis gehen Hand in Hand.

Konflikte erkennen und einordnen. Dr Andrea Hartmann-Piraudeau gibt Antwort.

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Interview mit Dr. Andrea Hartmann-Piraudeau, Geschäftsführerin von Consensus Campus und Consensus Group

Berufsaussichten für Mediatoren

Es gibt viele gute Gründe eine berufsbegleitende Mediator Ausbildung zu machen. Vielleicht ist sie für Sie eine wichtige Ergänzung zu Ihrem Beruf, welche Ihnen im Umgang mit Konflikten und anderen Menschen hilft. Vielleicht ist für Sie Mediation aber auch eine Leidenschaft, die Sie hauptberuflich ausüben möchten – Sie hätten keinen besseren Zeitpunkt suchen können!

Die Mediationsbranche ist noch jung, jedoch schon etabliert genug, dass “Mediation” für die meisten kein Fremdwort mehr ist. Neben der obeni dargestellten Vielfalt an Bereichen, in welchen Mediatoren gefragt sind, ist ebenso die Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten Ihrer Fähigkeiten und Methoden als Mediator relevant.

Vor allem in der Wirtschaft haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre Fähigkeiten im Zuge eines “Teambuildings”, eines “Coachings” oder einer “Beratung” erfolgreich anzuwenden.

Falls Sie Ihre Stärken eher in der Familienmediation sehen, haben Sie auch hier gute Aussichten. Gerade in der aktuellen Zeit von Lockdowns und Home-Office sind viele Menschen mit bisher unbekannten Konflikten konfrontiert, bei welchen sie Ihrer Unterstützung bedürfen. Ob Sie hierbei in die Selbstständigkeit gehen, sich mit anderen Mediatoren zusammentun, oder betriebsintern die Mediatorenrolle übernehmen, die Möglichkeiten sind vielfältig und der Bedarf ist da. Daher sind auch die Verdienstaussichten interessant. Angehende Mediatoren können mit einem Anfangsgehalt von 30.000 € rechnen. Mit der Erfahrung steigen auch die Gehälter, denn Personalchefs und erfahrene Führungskräfte wissen: ein erfolgreiches Konfliktmanagement spart Kosten und erlaubt zielorientiertes Arbeiten. Die besten Resultate erzielen Teams, die funktionieren.

Zertifizierter Mediator

Zertifizierung und Kosten der Mediatorausbildung

Die aktuelle Rechtslage besagt folgendes: In Deutschland darf sich jeder Mediator nennen, der in eigener Verantwortung für eine “geeignete Ausbildung und regelmäßige Fortbildung” sorgt. Die Bezeichnung zertifizierter Mediator hingegen ist seit 2012 durch § 5 Abs. 2 des Mediationsgesetzes gesetzlich geschützt. Seit dem 1. September 2017 dürfen sich alle Personen als zertifizierte Mediatoren bezeichnen, die durch die aussagekräftige Bescheinigung einer Ausbildungseinrichtung nachweisen können, dass sie

  • erfolgreich einen Ausbildungslehrgang über mindestens 120 Präsenzzeitstunden absolviert haben, deren Inhalt durch eine Rechtsverordnung genau spezifiziert wird und
  • während des Ausbildungslehrgangs oder innerhalb eines Jahres danach einen Praxisfall (keine Simulation) mediiert und in einer Einzelsupervision reflektiert haben.

Durch eine berufsbegleitende Ausbildung bei CONSENSUS erhalten Sie diese Zertifizierung. Darüber sind Personen, die eine Mediationsausbildung bei CONSENSUS absolvieren, international als zertifizierte Mediatoren nach IMI-Standards (International Mediation Institute) qualifiziert. CONSENSUS ist das erste und einzige Ausbildungsinstitut in Deutschland, das international zertifiziert ist. Insgesamt beträgt die Teilnahmegebühr €3.600,- und ist umsatzsteuerbefreit.

Haben Sie Interesse an einer Mediationsausbildung bekommen oder möchten sich zu weiteren Themen informieren? Schauen Sie sich gerne unsere verschiedenen Lehrgänge, sowie unsere angebotenen Workshops “Live Online-Mediation” oder “Flipchart-Camp” an.


Mediationsausbildung bei CONSENSUS Campus

Gibt es etwas Schöneres, als wenn zwei Streithähne sich nach erbitterten Auseinandersetzungen die Hand reichen? Fragt man die Absolventen der Mediationsausbildung von CONSENSUS Campus, so fallen ihnen nur wenige Dinge ein. Sie kennen die typischen Strukturen, die hinter Konflikten liegen und die Fragetechniken, um die wahren Streitursachen herauszufinden. Daher sind sie in jedem Unternehmen gefragte Mitarbeiter und werden auch gerne mal von der Chefin ins Vertrauen genommen, um schwelende Konflikte zwischen Kolleg*innen von vorneherein zu schlichten. 

Die Befähigung dazu erlangen sie nach einer professionellen Ausbildung von erfahrenen Mediatoren. Nach 120 intensiven Stunden mit Simulationen aus der Praxis und Case Studies aus dem Management der deutschen und internationalen Wirtschaft erhalten die Teilnehmer ein international anerkanntes Zertifikat, das sie zur Ausübung als Mediator befähigt. Nachdem sie außerdem einen eigenen Praxisfall mediiert oder co-mediiert, dazu eine Dokumentation angefertigt und eine Supervision in Anspruch genommen haben, bescheinigt CONSENSUS Campus ihnen offiziell, dass sie nun zertifizierte Mediator*in gem.  § 5 Abs. 2 des Mediationsgesetzes sind.

Die Mediation gehört zu den anspruchsvollsten und interessantesten Herausforderungen einer Karriere, da sie eine gehörige Portion von Soft Skills verlangt, um einen Konflikt zu einem Mehrwert umzuwandeln. Consensus Campus vermittelt weltweit anerkannte Methoden zur Strukturierung von Konflikten und deren Beilegung durch systematische Herausarbeitung von Interessenlagen. 

CONSENSUS Campus bietet Präsenzkurse als auch Live Online-Kurse an.    

Entdecken Sie unsere Präsenzausbildungen in Stuttgart, Hamburg, Berlin oder München.

Entdecken Sie jetzt unsere Live Online-Ausbildung zum zertifizierten Mediator (m/w/d)