Manche vermitteln, lange bevor sie wissen, dass es Mediation heißt

Sie hören zu, verstehen beide Seiten und werden gefragt, wenn es schwierig wird? Vielleicht bringen Sie schon wichtige Fähigkeiten für die Mediation mit.

update Veröffentlicht am 2. Oktober 2026 schedule4 Min. Lesezeit
Lächelnde Frau mit Brille und schwarzem Hut vor dem englischen Schriftzug: „Zwei Freunde streiten sich. Beide rufen dich an.“

Zwei Freundinnen streiten. Beide rufen Sie an.

Nicht, weil Sie entscheiden sollen, wer recht hat. Sondern weil Sie zuhören können. Weil Sie beide Seiten verstehen. Und weil ein Gespräch mit Ihnen manchmal schon dabei hilft, die Dinge etwas klarer zu sehen.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

In unserer Tätigkeit als Ausbildungsinstitut begegnen uns immer wieder Teilnehmer, die etwas gemeinsam haben. Intern haben wir irgendwann angefangen, sie „Natural Born Mediators“ zu nennen.

Menschen, die schon lange vermitteln, ohne es so zu nennen.

Sie sind häufig diejenigen, zu denen andere kommen, wenn es schwierig wird. Sie hören zu, wenn zwei Seiten sich nicht mehr verstehen. Sie spüren, wenn hinter einer sachlichen Auseinandersetzung eigentlich etwas ganz anderes steckt. Und sie schaffen es, unterschiedliche Perspektiven nachzuvollziehen, ohne sofort Partei zu ergreifen.

Manche von ihnen haben das schon als Kinder gemacht. Vielleicht waren sie auf dem Pausenhof diejenigen, die zwischen zwei anderen standen und erst einmal wissen wollten, was eigentlich passiert ist.

Menschenkenntnis

Gehören Sie auch zu den Menschen, die andere gut lesen können?

Vielleicht wird Ihnen nachgesagt, dass Sie eine gute Menschenkenntnis haben. Dass Sie gut zuhören können. Dass Sie schnell spüren, wenn etwas nicht stimmt, auch wenn es niemand ausspricht.

Vielleicht kommen Freund oder Kolleg zu Ihnen, wenn sie einen Rat brauchen. Nicht unbedingt, weil Sie sofort eine Lösung parat haben. Sondern weil Sie sich in unterschiedliche Menschen hineinversetzen können. Weil Sie nachfragen, bevor Sie urteilen. Und weil Sie oft verstehen, was hinter einer Reaktion steckt.

Vielleicht kennen Sie auch diese Situationen:

Andere sehen einen Konflikt. Sie sehen zwei Perspektiven.

Zwei Menschen streiten. Beide erzählen Ihnen ihre Seite.

In einer Diskussion hören Sie nicht nur, was gesagt wird. Sie spüren auch, was dahintersteckt.

Wenn es schwierig wird, kommen andere zu Ihnen.

Sie finden Gemeinsamkeiten, wo andere vor allem Unterschiede sehen.

Wenn Ihnen vieles davon vertraut vorkommt, bringen Sie möglicherweise bereits einige Fähigkeiten mit, die auch in der Mediation eine wichtige Rolle spielen.

Stärken

Manche Fähigkeiten fühlen sich ganz selbstverständlich an

Das Interessante daran ist, dass wir unsere eigenen Stärken oft gar nicht als etwas Besonderes wahrnehmen.

Wer gut zuhören kann, tut es einfach. Wer unterschiedliche Perspektiven schnell versteht, denkt nicht jedes Mal darüber nach. Und wer schon sein ganzes Leben lang zwischen Menschen vermittelt, würde sich deshalb noch lange nicht als Mediator bezeichnen.

Gerade deshalb erleben Teilnehmer während ihrer Ausbildung immer wieder einen besonderen Moment. Sie erkennen Methoden, Haltungen und Prinzipien wieder, die ihnen in Teilen bereits vertraut vorkommen.

Plötzlich bekommt etwas, das vorher vor allem intuitiv passiert ist, einen Namen und eine Struktur.

Methode

Intuition ist ein guter Anfang

Professionelle Mediation geht natürlich weiter.

Sie ist ein strukturiertes Verfahren, das sich erlernen lässt. Dazu gehört, Gespräche zu führen, ohne deren Ergebnis vorzugeben. Interessen hinter Positionen sichtbar zu machen. Mit Emotionen und festgefahrenen Situationen umzugehen. Die eigene Wahrnehmung immer wieder zu überprüfen und auch in komplexen Konflikten allen Beteiligten gleichermaßen Raum zu geben.

Dafür braucht es Wissen, Methoden und vor allem Übung.

Aber nicht alles beginnt bei null.

Wer neugierig auf Menschen ist, gerne zuhört, unterschiedliche Perspektiven aushalten kann und verstehen möchte, warum Menschen handeln, wie sie handeln, bringt wertvolle Voraussetzungen mit.

In der Ausbildung bekommen diese Fähigkeiten einen professionellen Rahmen.

Aus einem guten Gespür für Menschen wird eine fundierte Gesprächsführung. Aus intuitivem Zuhören wird eine Methode. Aus dem Wunsch, zwischen zwei Seiten zu vermitteln, entsteht die Kompetenz, Konflikte professionell zu begleiten.

Kampagne

Vielleicht machen Sie es längst

Genau davon erzählt unsere Kampagne „Natural Born Mediators“.

Von Menschen, die bestimmte Fähigkeiten schon lange mitbringen, ohne sie bisher mit Mediation in Verbindung gebracht zu haben.

Von Menschen, die zuhören, wenn andere sich nicht mehr zuhören.

Die zwei Seiten sehen und beide verstehen können.

Die oft gefragt werden, wenn es schwierig wird.

Und die vielleicht irgendwann feststellen, dass das, was sie schon lange intuitiv tun, auch eine wertvolle professionelle Kompetenz sein kann.

Was Sie intuitiv schon lange tun, hat einen Namen: Mediation.

Machen Sie aus Ihrer Stärke eine professionelle Kompetenz.

Ausbildung

Der nächste Schritt: Mediation professionell lernen

In unserer Mediationsausbildung lernen Sie, Ihre persönlichen Stärken mit fundiertem Wissen, professionellen Methoden und intensiver Praxis zu verbinden. Sie lernen Mediation als strukturiertes Verfahren kennen, üben an realistischen Konfliktfällen und entwickeln Schritt für Schritt Ihre eigene Rolle als Mediator.

Vielleicht bringen Sie also schon mehr mit, als Sie denken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie daraus professionelle Kompetenz entwickeln.

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