Claria: Die neue KI-Plattform für frühe Konfliktklärung aus dem Hause CONSENSUS

Mit Claria bringt die CONSENSUS Group Konfliktklärung in den Arbeitsalltag: methodisch fundierte KI, ein Wegweiser zu Anlaufstellen und anonyme Analytik.

update Veröffentlicht am 27. Oktober 2026 schedule6 Min. Lesezeit
Claria, die KI-Plattform für frühe Konfliktklärung: Logo vor einem Foto eines Teamgesprächs

Die Idee: früher ansetzen und die richtigen Türen öffnen

Viele Unternehmen haben längst eigene Strukturen zur Konfliktklärung aufgebaut. Es gibt Konfliktlots:innen, interne Mediator:innen, psychologische Beratungsstellen, Ombudsstellen, HR und Betriebsrat. Trotzdem werden diese Angebote oft zu spät oder gar nicht genutzt.

Der Grund ist meist simpel. Im konkreten Konfliktfall wissen Mitarbeitende nicht, an wen sie sich wenden sollen, oder sie fragen sich, ob ihr Anliegen überhaupt schon „groß genug“ dafür ist. Also warten sie ab. Wenn der Konflikt dann doch eine Anlaufstelle erreicht, ist er häufig schon eskaliert, und Vertrauen und Zusammenarbeit haben gelitten. Genau hier setzt Claria an.

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Das ist Claria: drei Ebenen

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Selbstklärung für die einzelne Person.

Mitarbeitende können einen Konflikt jederzeit und anonym festhalten. Claria hilft ihnen, die Situation besser zu verstehen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Viele Spannungen lassen sich bereits so klären.

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Ein Wegweiser zur passenden Unterstützung.

Erkennt Claria, dass Selbstklärung nicht mehr ausreicht, verweist die Plattform gezielt auf die passende Anlaufstelle. Welche das sind, legt jedes Unternehmen individuell fest: interne Konfliktlots:innen, die psychologische Beratung, HR, die Ombudsstelle oder auch externe Mediator:innen. So wird die vorhandene Konfliktinfrastruktur für Mitarbeitende endlich zugänglich.

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Anonyme Erkenntnisse für die Organisation.

HR und Geschäftsleitung sehen aggregierte, anonymisierte Auswertungen darüber, welche Konfliktarten häufig auftreten und welche Themen sich wiederholen. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind ausgeschlossen. So entsteht ein Konflikt- und Stimmungsbarometer, mit dem Unternehmen strukturellen Handlungsbedarf erkennen und gezielt vorbeugen können.

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Was Claria von einem normalen KI-Chatbot unterscheidet

Man könnte einen Konflikt auch einfach ChatGPT oder einem anderen KI-Assistenten schildern. Doch aus Sicht der Mediation ist das heikel. Generative KI reagiert häufig stark auf die Perspektive der Person, die eine Situation beschreibt, und bestätigt diese Sicht. Die KI wird so ungewollt zum Koalitionspartner. Im schlimmsten Fall ist man danach noch überzeugter, dass allein die andere Seite das Problem ist.

Bei Claria ist die KI deshalb in einen methodisch entwickelten Konfliktklärungsprozess eingebettet. Schon die Eingabe ist fragengeleitet. Sie fragt nicht nur, was passiert ist, sondern auch, welche Interessen und Bedürfnisse hinter den Positionen stehen und wie die Situation aus der Perspektive des Gegenübers aussehen könnte.

Wer in der Mediation ausgebildet ist, erkennt hier vertraute Prinzipien: den Schritt von Positionen zu Interessen und den bewussten Perspektivwechsel. Genau das kann bereits deeskalierend wirken, weg von „Wer hat recht?“ hin zu „Was ist mir wichtig, und was könnte der anderen Seite wichtig sein?“

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Vertrauen durch Design

Datenschutz wird bei Claria großgeschrieben. Es gilt ein klares Prinzip: anonym im Einzelfall, Muster für die Führung. Einträge sind nur für die Person sichtbar, die sie festhält. Nichts wird ohne ausdrückliche Einwilligung weitergegeben, und die Analysen lassen sich keiner Person zuordnen.

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Und was bedeutet das für Mediator:innen?

Wenn eine KI in der Konfliktklärung auftaucht, fragen sich viele Mediator:innen verständlicherweise, was das für ihren Beruf bedeutet. Die kurze Antwort lautet: Claria ersetzt keine Mediation.

Die KI begleitet eine einzelne Person bei der Selbstklärung. Eine Mediation dagegen lebt davon, dass alle Konfliktparteien zusammenkommen und mithilfe einer allparteilichen dritten Person gemeinsam eine Lösung erarbeiten. Diese Arbeit bleibt menschlich.

Mehr noch: Claria sorgt dafür, dass Menschen mit Konfliktkompetenz besser gefunden werden. Wer als Konfliktlots:in oder interne:r Mediator:in in einem Unternehmen tätig ist, erlebt oft, dass die eigenen Angebote zu spät oder gar nicht in Anspruch genommen werden. Claria leitet Mitarbeitende genau dann zu diesen Anlaufstellen, wenn Unterstützung sinnvoll ist. Und je selbstverständlicher Konfliktklärung in Unternehmen wird, desto sichtbarer wird auch der Wert professioneller Mediation.

Interview

Mini-Interview mit Dr. Andrea Hartmann-Piraudeau

Dr. Andrea Hartmann-Piraudeau, Gründerin und Geschäftsführerin der CONSENSUS Group und Mitgründerin von Claria

Dr. Andrea Hartmann-Piraudeau ist Gründerin und Geschäftsführerin der CONSENSUS Group sowie Mediatorin und Konfliktforscherin. Sie hat Claria mitgegründet.

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Andrea, wie ist die Idee zu Claria entstanden?

„Aus unserer täglichen Arbeit mit Unternehmen. Viele Organisationen haben tolle Angebote zur Konfliktklärung aufgebaut, von Konfliktlots:innen bis zur psychologischen Beratung. Aber im entscheidenden Moment wissen die Mitarbeitenden nicht, wohin sie sich wenden sollen, oder sie trauen sich nicht. Wir wollten einen Weg schaffen, der früher ansetzt und die Menschen zur richtigen Stelle führt.“

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Warum sollte ich meinen Konflikt nicht einfach bei ChatGPT eingeben?

„Weil eine allgemeine KI meist das verstärkt, was ich ihr erzähle. Im Konflikt ist das gefährlich: Ich schildere meine Sicht, bekomme Bestätigung und gehe noch überzeugter heraus, dass der andere schuld ist. Claria funktioniert anders. Schon die Eingabe lädt dazu ein, auf die eigenen Bedürfnisse und auf die Perspektive des Gegenübers zu schauen. Das ist gelebte Mediationsmethodik, und sie wirkt oft schon deeskalierend, bevor die KI überhaupt antwortet.“

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Bei Konflikten geht es oft um sehr persönliche Themen. Wie stellt ihr sicher, dass Mitarbeitende Claria vertrauen?

„Vertrauen war von Anfang an unser wichtigstes Designprinzip. Einträge sind standardmäßig anonym, nichts wird ohne Einwilligung geteilt, und die Führung sieht nur aggregierte Muster, nie Einzelfälle. Ohne dieses Vertrauen würde niemand ehrlich schreiben, und dann könnte Claria auch nicht helfen.“

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Manche Mediator:innen fragen sich, ob KI ihnen künftig Konkurrenz macht. Was sagst du ihnen?

„Ich verstehe die Frage, aber ich sehe es anders. Mediation ist im Kern eine Begegnung zwischen Menschen. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen, Emotionen auszuhalten und zwischen Parteien zu vermitteln. Das kann keine KI. Claria sorgt dafür, dass Konflikte früher erkannt werden und die Menschen, die professionell mit Konflikten arbeiten, im richtigen Moment gefunden werden. Davon profitiert am Ende auch die Mediation.“

Fazit

Mit Claria bringt die CONSENSUS Group ihre langjährige Erfahrung in der Konfliktklärung auf eine neue Ebene. Die Plattform unterstützt Mitarbeitende bei der Selbstklärung, führt sie zur passenden Anlaufstelle im eigenen Unternehmen und gibt Organisationen einen anonymen, strukturierten Blick auf ihre Konfliktmuster. Anders als ein allgemeiner Chatbot ist Claria dabei methodisch in der Mediation verwurzelt. Für Mediator:innen ist die Plattform keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung, die Konfliktklärung früher beginnen lässt und den Weg zu professioneller Unterstützung ebnet.

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