Am Wochenende vom 29. Juni bis 01. Juli stand das Modul 5 “Recht & Ethik” auf dem Programm. Mit einer guten Mischung aus Theorie und Praxisübungen haben wir die ganze Bandbreite von Recht, Moral und Ethik in der Mediation erforscht und auch diskutiert.
Beim Schwerpunkt “Recht” haben wir über die rechtlichen Rahmenbedingungen gesprochen, die in der Mediation zu beachten sind. Wichtig waren darüber hinaus auch die rechtlichen Details, um sich nach Ausbildungsabschluß “Zertifizierte Mediatorin” bzw. “Zertifizierter Mediator” bezeichnen zu dürfen. Und wir haben auch noch über andere Streitschlichtungsverfahren mit allen Vor- und auch Nachteilen gegenüber der Mediation diskutiert, angefangen vom Gerichtsprozess über Schiedsverfahren bis hin zur einfachen Moderation von Streitfällen in der Praxis.
Beim Thema “Moral und Ethik” haben wir dann über die Grenzen des Rechts hinaus die Anforderungen an uns als Mediatorinnen und Mediatoren erforscht: Was ist ethisch und moralisch noch vertretbar? Vor allem auch, was ist oder sollte unsere Haltung als Mediatorin und Mediator sein, was erwarten wir von uns selbst und was dürfen unsere Auftraggeber von uns erwarten?
Ein Highlight war am Samstag Nachmittag noch der Impulsvortrag von Uwe Bork. In einem wort- und bildgewaltigen Vortrag hat er uns die Streitschlichtungsmöglichkeiten in den verschiedenen Weltreligionen aufgezeigt: Welche gibt es, was unterscheidet sie und überraschenderweise auch, was eint sie über Jahrhunderte hinweg und eben auch ganz aktuell!?
Am Ende waren wir erschöpft, aber auch sehr zufrieden, das Stimmungsbarometer lag oben auf der Skala bei Stufe 10.

(von Andreas Hausmann- Jurist und Trainer des Moduls 5)

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